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Tipps und Tricks
| Einspielen des Klarinettenblattes |
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| Die Einspielphase eines Klarinettenblattes kann 3-4 Tage dauern. In dieser Zeit sollte ein Blatt anfangs nicht länger als 2-3 Minuten geblasen werden. In den Wintermonaten kann dieser Einspielprozess auch längere Zeit in Anspruch nehmen. Wenn man nach dieser Zeit ein angefeuchtetes Blatt mit der Unterseite auf eine Glasplatte legt, wird man oft ein aufquellen im Ausstichbereich des Mundstücks bzw. ein verziehen der ganzen Blattunterseite feststellen. Das lässt sich aber durch schleifen der Unterseite schnell beheben. |
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| Nacharbeiten der Blattunterseite |
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| Dazu nimmt man am besten einen Schleifstein oder Schleifpapier welches auf eine Glasplatte gelegt wird. Wenn die Unterseite nun vorsichtig geschliffen wird, sollte der vordere Bereich (ca. 1cm von der Blattsspitze nach hinten) ausgespart bleiben. Würde man die Spitze mitschleifen könnte sie zu dünn werden und so das Blatt in Ansprache und Stärke sehr verändern. Sehr gute Unterseiten von Blättern bekommt man auch, wenn man sie mit einer Feile bearbeitet. Besonders geeignet sind einhiebige Schärffeilen mit Hieb 3. Diese Feilen werden im Werkzeughandel z. B. von der Firma HASE angeboten. |
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| Nacharbeiten der Blattoberseite |
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| Trotz sehr geringen Fertigungstoleranzen kann es vorkommen, dass Blätter einseitig ansprechen. Dieses Problem entsteht meist durch eine einseitige Faserverteilung im Holz. Abhilfe kann man nur durch vorsichtiges abschleifen der zu dicken bzw. schlecht ansprechenden Blattseite schaffen. |
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| Aufbewahren von Blättern |
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Die meisten Klarinettisten besitzen Blätteretuis mit Glasplatten. Diese Glasplatten haben den Nachteil, dass ein noch feuchtes Blatt nur von der Oberseite her trocknen kann. Abhilfe kann geschaffen werden, indem man die Blätter mit der Unterseite nach oben einige Minuten Ablüften (antrocknen) lässt. Sollte man dazu keine Möglichkeit haben (z. B. aus zeitlichen Gründen) kann man das Blatt auch auf dem Mundstück belassen und das Ablüften auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.
In den Wintermonaten (Heizungsperiode) kommt noch das Problem der sehr niedrigen Luftfeuchtigkeit hinzu. In dieser Zeit sollten Sie die Blätter am besten in unbeheizten Räumen aufbewahren. Es gibt auch spezielle Klimaboxen wie Sie für Zigarren verwendet werden (Humidor) zu kaufen. Diese können, wenn man mit zu trockener Luft zu kämpfen hat, auch sehr nützlich sein. |
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| Schleifpapier |
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| Von allen führenden Schleifpapierherstellern werden spezielle Papiere für die holzverarbeitende Industrie angeboten. Diese Schleifpapiere haben den Vorteil, dass ihre Schleifkörner und deren Bindung auf dem Papier optimal auf die Bearbeitung von Holz abgestimmt sind. Nass-Schleifpapiere sind für die Bearbeitung von Autolacken ausgelegt und nicht so gut geeignet. Auch die Qualität mancher Schleifpapiere die es in Baumärkten zu kaufen gibt, lässt zu Wünschen übrig. Sollten Sie bei der Bearbeitung Ihrer Blätter schwarze bzw. graue Verfärbungen feststellen, ist dies ein Zeichen dafür, dass sich Schleifkörper aus dem Papier gelöst haben. Diese setzen sich in den Poren des Holzes fest und können so zu Beschädigungen der Mundstückbahn führen. Wir empfehlen Tri-M-ite Fre-Cut 618 von der Firma 3M. Es gibt dieses Papier in allen gängigen Körnungen. |
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| Auswischen und Reinigen von Mundstücken |
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Nach dem Spielen reinigen viele ihre Mundstücke in dem Sie den ganzen Wischer durch das Mundstück ziehen. Dabei wird nach und nach die Bahn im Bereich der Mundstückspitze immer stärker abgerundet. Dies hat nach einiger Zeit zur Folge, dass die Kanten immer schmäler werden und das Blatt an der Spitze keine richtige Auflage mehr findet. Wischen Sie Ihr Mundstück deshalb nur mit der Spitze eines Taschentuches oder Wischers, niemals mit dem ganzen Wischer durch.
Eine andere Möglichkeit ist, von Zeit zu Zeit das Mundstück mit Hilfe von Gebiss- bzw. Zahnspangen-Reinigungstabletten zu reinigen. Dabei ist zu beachten, dass es bei Kautschukmundstücken zu Verfärbungen (matt, grau grünlich) kommen kann. Dies ist aber durch Polieren wieder zu beheben. |
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